Dienstag, 24. April 2012

Mieser Wochenstart an den Finanzmärkten

Angesichts wieder aufgeflammter Sorgen um eine Eskalation der Euro-Krise geht es mit den Börsen wieder runter. Die Euro-Sorgenkinder Italien und Spanien verzeichnen die größten Verluste.....

Sorgen um das Defizit der größten Schuldensünder Irland, Griechenland und Spanien schickten die Aktienmärkte
europaweit auf Talfahrt......der Dax brach um mehr als 3 % ein und sackte auf den niedrigsten Stand seit Ende Januar

Nicht nur die Aktienkurse fallen deutlich, auch der Euro steht signifikant unter Druck und wertet auf 1,3139 Dollar ab.

Erste Rufe nach einem schnellen Eingreifen der Europäischen Zentralbank (EZB) werden laut - und abgewiesen.......Die Diskussion über den Fortbestand des Euros ist wieder im vollen Gange...... Insbesondere Frankreich könnte hier neue Probleme machen, während sich die Krise in Spanien und Italien weiter verschlimmert.



Besonders dramatisch sieht es bei den Bankaktien aus. Der Eurostoxx-Bank-Index notiert auf Mehrjahrestief.





Die (CDS/ Credit Default Swap) Kreditausfallversicherungen auf Banken steigen weiter und im Falle der spanischen und italienischen Banken notieren sie knapp unter Rekord.........auch die Versicherungsprämien für Frankreichs Banken steigen weiter.......
Das alles spricht für eine Ausweitung der Euro-Krise........ am Ende wird doch der EFSF für marode Südstaatenbanken einspringen müssen, weil diese sonst kollabieren.....


Schlusskurse des gestrigen Handelstages:

Dax-30                       6523,00 Punkte
Euro Stoxx 50            2258,00 Punkte
SMI                            6135,00 Punkte

DJ Industrial            12934,00 Punkte
Nasdaq 100                2655,00 Punkte
S&P 500                    1369,25 Punkte

EUR/USD  steht aktuell bei 1,3153 USD
EUR/CHF  steht aktuell bei 1,2018 CHF


Ölpreis (Brent)              118,81 USD
Ölpreis (WTI)               103,07 USD
Goldpreis                     1638,45 USD je Feinunze 
Silberpreis                        30,88 USD je Feinunze

APPLE                           571,70 USD  


















Montag, 23. April 2012

Wie man schon mit wenigen Trades sein Kapital verdoppeln kann! / Lehrkurs Teil 4

Einige Börsenneulinge denken vielleicht es ist schwer sein Kapital an der Börse zu verdoppeln.....Doch ich sage Dir, so schwer ist es garnicht!


Du musst an der Börse nicht warten bis der Kurs einer Aktie,.....die Du im Depot hast 30%, 40% oder 50% steigt....Ich zeige Dir in einem einfachen Rechenbeispiel auf, dass 15% Rendite....mehrmals hintereinander ertradet auch zu einer Kursverdopplung führen!


Angenommen Du hast Dir zum Ziel gesetzt.....Dein Startkapital z.Bsp. von 1000 € im einem Jahr an der Börse zu verdoppeln....Du kannst Glück haben und dies mit einem einzigen Trade schaffen.....doch dazu benötigt man einiges an Erfahrung, um sogenannte Home Run's zu erzielen.....Ich bin mir aber sicher, dass Du im Laufe Deiner Traderkarriere solche Treffer landen wirst.
Viel wahrscheinlicher ist es doch, dass du mit (Wachstumsaktien / Valueaktien) regelmäßig schaffst 15% Rendite zu erwirtschaften....Na, was meinst Du?....Wie lange dauert es, bis sich Dein Kapital verdoppelt hat?.....Richtig, Du benötigst "Nur" 5 Trades mit 15% Rendite um Dein Kapital zu verdoppeln......


denn, 5 x 15% = 75%=100% ???

Kann nicht sein? Doch, das Zauberwort heißt Zinseszins....;)

Hier ein Beispiel:

1. Trade     1000,00 € x 1,15 = 1150,00 €
2. Trade     1150,00 € x 1,15 = 1322,50 €
3. Trade     1322,50 € x 1,15 = 1520,88 €
4. Trade     1520,88 € x 1,15 = 1749,01 €
5. Trade     1749,01 € x 1,15 = 2011,36 €


Eine Kapitalverdopplung ist nach diesem Rechenbeispiel an der Börse also zunächst relativ schnell möglich. Natürlich kann Du an der Börse auch Verluste machen, aber genau die gilt es zu vermeiden bzw. zu minimieren. Wenn Dir das  gelingt, reichen fünf 15%-Trades,....um das eingesetzte Kapital innerhalb eines Jahres zu verdoppeln…

(Du musst eigentlich noch Gebühren für die Trades und Steuern abziehen, was ich hier nicht vorenthalten will, der Einfachheit halber habe ich aber darauf verzichtet).


Das Spiel der Kapitalverdopplung klappt übrigens auch mit jeweils 4 Trades mit 20 % oder mit 10 Trades mit 7,2 % Rendite.....

Viel Erfolg bei den ersten Verdopplungen ;)
Herzlichst
Robert

Börsenplatz in Zürich





Nach Bekanntgabe der Ergebnisse der Auktion spanischer Anleihen am Donnerstag sprang der Dax um mehr als 1 % nach oben!

Am Donnerstag, konnte sich Spanien erfolgreich an den Finanzmärkten behaupten und spülte mit den Verkauf der 10 jährigen Schuldtitel bis zu 2,54 Mrd. € in die Staatskasse.....die Rendite lag mit 5,74 % um 34 Basispunkte über der Januar Auktion (5,40%)......immer noch auf einem hohen Niveau und zeigt einen steigenden Trend!

....kurzzeitig war die Erleichterung an den Finanzmärkten zu spüren....der Dax notierte ein neues Hoch bei 6783,79 Punkten und EUR/USD bei 1,3166 USD!.....



US-Investor und Hedgefonds-Manager John Paulson wettet gegen die Kreditwürdikeit Deutschlands....er wettet also auf eine Verschärfung der Schuldenkrise in der Euro-Zone.....Nun,behält der US-Investor recht!.....dann bedeutet dies nicht nur das Ende des Euros....sondern auch das Ende des Finanzsystems!
Im Krisenjahr 2007 verdiente er  sich eine goldene Nase, ....weil er den Zusammenbruch des US-Immobilienmarktes vorhersah!


Aufgrund des Schuldenschnitts verweisen Griechenlandsbanken Verluste in Milliarden Höhe
Der Branchenführer National Bank weist ein Fehlbetrag von 12,34 Mrd. € auf....
die Eurobank und die Alpha Bank haben einen Fehlbetrag von 9,3 Mrd. €....und Piraeus meldet ein Verlust von 6,6 Mrd. €....Doch die Banken brauchen frisches Geld und müssen bis Ende September die Kernkapitalquote auf 9 % erhöhen....
National Bank hat derzeit eine Quote von 6,3 %....und Aplpha Bank eine Quote von 3 %


Der Internationale Währungsfonds auch (IWF) hat nun eine Finanzfeuerkraft von 1.000.000.000.000 USD.....Einschließlich bereits verplanter Hilfen!
Die führenden Industrien- und Schwelllenländer (G20) verständigen sich in Washington darauf,....
den Weltwährungsfonds um 430 Mrd. USD aufzustocken....der deutsche Anteil an den neuen IWF-Mitteln beträgt 41,5 Milliarden Euro an zweiseitigen Kreditlinien, die die Bundesbank bereitstellt..



Facebook plant wohl am 17. Mai den Sprung auf's Parkett (noch kein offizieller Termin!)....die Aktien werden außerbörslich mit einem Wert von 40 USD gehandelt....

Mittwoch, 18. April 2012

Erleichterung nach Spanien - Auktion



Nach positiv verlaufener Auktion spanischer Anleihen.....ging es an den Börsen weltweit wieder Berg auf....dennoch mussten deutlich höhere Renditen als bei der vorangegangenen Auktion in Kauf genommen werden....

Am Donnerstag, wird Spanien 10 jährige Schuldtitel am Sekundärmarkt versteigern.....diese Auktion  wird uns zeigen, ob Spanien anhaltende Probleme bei der Refinanzierung haben wird.....Sie ist nämlich das Maß für das Investorenvertrauen!





Chartbild von APPLE




Bei Betrachtung des Apple Charts.....sieht man eine deutlich verlaufene Korrektur, die durchaus gesund ist.... Die Aktie schloss gestern mit einem Kursplus von 5 % bei 609,70 USD (gelb markiert)!


Aus Charttechnischer Sicht besteht die Möglichkeit einer Konsolidierung, bis knapp unter 550 USD.....was ich aber noch als gesund bezeichnen würde....Bei tieferen Kursen sollte man Verkauforders platzieren!



Schlusskurse des gestrigen Handelstages:


Dax-30                     6801,00 Punkte
Euro Stoxx 50          2360,00 Punkte
SMI                          6205,00 Punkte

DJ Industrial          13.114,00 Punkte
Nasdaq 100               2721,50 Punkte
S&P 500                   1388,00 Punkte


EUR/USD  steht aktuell bei  1,3130 USD
EUR/CHF  steht aktuell bei  1,2015 CHF



Ölpreis (Brent)      118,69 USD
Ölpreis (WTI)       104,27 USD
Goldpreis             1650,55 USD je Feinunze
Silberpreis               31,71 USD je Feinunze
























Dienstag, 17. April 2012

Seuchenexperte wird Weltbank-Boss

Der US Mediziner Jim Yong Kim......südkoreanischer Abstammung, tritt seine fünfjährige Amtszeit als Nachfolger von Robert Zoellick als Chef der Weltbank am 1. Juli an......ohne Erfahrung im Finanzsektor, versteht sich! ;)
Hier stellt sich mir die Frage.....Warum stellt man einen Seuchenexperten, der vorher Direktor für AIDS-Bekämpfung war, als Präsident der Weltbank ein?  Glaubt man vllt. mit einem Quereinsteiger, dass Ruder noch herumreißen zu können, um das Finanzsystem zu retten.....oder was hat sich US-Präsident Barack Obama bei der Nominierung seines Favoriten für den Posten dabei gedacht???

Naja, die Zukunft wird es zeigen....!


Spanien befindet sich mal wieder im Krisensog, steigende Renditen und eine erneute Rezession machen dem Land zu schaffen!......Die zehnjährigen Staatsanleihen stiegen gestern zum ersten Mal in diesem Jahr über die kritische Marke von 6 %  (6,12%)....und auch die Kreditausfallversicherungen notieren von Hoch zu Hoch.....Wer dann noch sagt, die Krise sei schon fast überstanden......lebt nicht auf dieser Welt! ;)


Schlusskurse des gestrigen Handelstages:

Dax-30                    6625,19 Punkte
Euro Stoxx 50         2302,50 Punkte
SMI                         6125,00 Punkte

DJ Industrial         12.930,00 Punkte
Nasdaq 100              2670,00 Punkte
S&P 500                  1369,50 Punkte   

EUR/USD   steht aktuell bei 1,3132 USD
EUR/CHF   steht aktuell bei 1,2020 CHF


Ölpreis (Brent)           118,39 USD
Ölpreis (WTI)            103,17 USD
Goldpreis                  1651,80 USD je Feinunze
Silberpreis                    31,50 USD je Feinunze

APPLE                        580,68 USD            






Samstag, 14. April 2012

***Mark Zuckerberg in Kauflaune***Nach Instagram Übernahme nun Coupon-Spezialist Tagtile***Vor dem Börsengang versucht Facebook breit gefächert aufgestellt zu sein, um der Überbewertung gerecht zu werden***

Spaniens-Banken haben drastische Probleme sich zu refinanzieren

Trotz zweier Dreijahres-Tender im Dezember und Februar im Umfang von einer Billion €.....benötigen Spaniens-Banken Nachschub. Die EZB stellte den spanischen Banken allein im März 316 Mrd. € zur Verfügung, das ist fast doppelt so viel wie im Februar (169,8 Mrd. €)....hier wird nun das Ausmaß sichtbar, wie schlecht es um die spanischen Banken bestellt ist....

Das ist ein Teufelskreis....nun bewegen sich die Renditen spanischer Anleihen wieder auf die kritische Marke von 6 %  zu und das Land muss mehr Zinsen zahlen um sich zu refinanzieren....solche hohen Renditen kann kein Land auf Dauer aufbringen und irgendwann benötigt das Land/ die Banken Unterstützung vom Euro-Rettungsfonds EFSF .....

Auch die (CDS) Kreditausfallversicherungen erklimmen neue Höchststände....so legten die Prämien für eine Versicherung auf spanische Anleihen mit fünfjähriger Laufzeit auf rund 490 Basispunkte zu......Ein Signal, was keinem gefallen dürfte! 

Unterdessen ist der Angstindikator bei der EZB unverändert hoch....letzte Nacht wurden 702 Mrd. € bei der Notenbank geparkt. Diese Summe zeigt, dass der Interbankenmarkt praktisch immer noch zum Erliegen gekommen ist und sich die Finanzhäuser untereinander nicht mehr trauen.
Dies zeigt das irgendetwas nicht stimmt und das Vertrauen verschwunden ist.



Schlusskurse des gestrigen Handelstages:

Dax-30                           6583,90 Punkte
Euro Stoxx 50                2291,00 Punkte
SMI                                6075,00 Punkte

DJ Industrial                12.862,00 Punkte
Nasdaq-100                    2699,75 Punkte
S&P 500                         1369,50 Punkte

EUR/USD  steht aktuell bei 1,3077 USD
EUR/CHF  steht aktuell bei 1,2025 CHF

Ölpreis (Brent)              121,81 USD
Ölpreis (WTI)               102,85 USD
Goldpreis                     1656,35 USD je Feinunze
Silberpreis                       31,48 USD je Feinunze

APPLE                           605,23 USD





Freitag, 13. April 2012

Zerstört Deutschland den Euro? Investor-Legende George Soros kritisiert die deutsche Euro-Krisenpolitik."Die Bürokraten bei der Bundesbank und anderswo sind gerade dabei, den Euro zu zerstören. Im Moment steuert die Eurozone mit den ganzen Sparpaketen auf eine Weltwirtschaftskrise wie in den Dreißiger Jahren zu. Europa spart sich kaputt, statt auch etwas fürs Wachstum zu tun."

News zum heutigen Handelstag

Ist die steigende Lebenserwartung der Deutschen für ein Systemkollaps verantwortlich?
Schon ein Anstieg der durchschnittlichen menschlichen Lebensdauer der Bevölkerung um 3 Jahre bis zum Jahre 2050, würde für Deutschland einen Kostenanstieg von 2/3 des BIP's bedeuten.....wie vom IWF früher falsch kalkuliert und unterschätzt.....stellt dies eine Gefahr für die Stabilität des gesamten Finanzsystems dar.



1.000.000.000 USD blättert Mark Zuckerberg für Instagram hin....Instagram besteht aus einem Foto-App mit Retro-Effekten und einer sozialen Plattform, auf der diese Fotos automatisch hochgeladen werden.........Instagram beschäftigte zuletzt 13 Personen – die beiden Gründer Kevin Systrom und Mike Krieger nicht mitgezählt.....Instagram verdient zwar kein Geld ..., kann jedoch über 30 Millionen Nutzer vorweisen.......hat sich 50 Mio. USD über einen Risikokapitalgeber gesichert und könnte so zu einer ernsthaften Konkurrenz für Facebook heranwachsen......so wie es aussieht , sind die 30 Mio Nutzer Gold wert!!!


GOOGLE streicht im 1.Quartal 2,9 Mrd. USD Gewinn ein......das sind 61% mehr als im Vorjahreszeitraum....der Umsatz stieg um 24% auf 10,6 Mrd.....dies alles gelang dem Unternehmen, obwohl das Unternehmen kräftig in neue Produkte und Mitarbeiter investiert hat.....nur mit Werbung, versteht sich ....;)
Unternehmensmitbegründer Larry Page kündigt Aktiensplit 2:1 an .....hierbei wird die Anzahl der ausgegebenen Aktien erhöht, um den Kurs der Aktie zu reduzieren und leichter handelbar zu machen.....(für eine alte Aktie gibt es 2 neue Aktien)







Trotz gestiegener US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe schlossen die US-Börsen im Plus!
Die Anträge kletterten von 367.000 auf 380.000 und sind so viel, wie seit Januar nicht mehr .....Experten haben einen Rückgang auf 355.000 erwartet.
Vize-Direktorin der FED (Janet Yellen), bezeichnet die sehr lockere Geldpollitik als angemessen.


Am Mittwoch rückten die EU-Staaten.....Italien und Spanien in den Fokus, da die Renditen am Anleihemarkt wieder deutlich anzogen ....die EZB beruhigte mit ihrem Anleihekaufprogramm.


Schlusskurse des gestrigen Handelstages:

Dax-30                          6743,24 Punkte
Euro Stoxx 50               2356,00 Punkte
SMI                               6125,00 Punkte

DJ Industrial               12.976,00 Punkte
Nasdaq-100                   2736,25 Punkte
S&P 500                        1388,25 Punkte

EUR/USD   steht aktuell bei  1,3184 USD
EUR/CHF   steht aktuell bei  1,2017 CHF



Ölpreis (Brent)      121,76 USD
Ölpreis (WTI)       103,64 USD
Goldpreis            1675,35 USD je Feinunze
Silberpreis               32,35 USD je Feinunze

APPLE                  622,65 USD












Donnerstag, 5. April 2012

Stop-Loss-Strategie / Lehrkurs Teil 3

Die höchste Priorität für jeden Aktionär sollte der Erhalt seines Kapitals sein.....denn, ohne Geld ist es nicht möglich zu investieren und Gewinne zu erwirtschaften.....Deshalb muss jede Position im Depot durch einen Stoppkurs abgesichert werden....Trotz hervorragender Recherchearbeit ist ein Verlust nie auszuschließen. Genau aus diesem Grund musst Du schon im Vorfeld eines Investments einen Plan für die Minimierung eines möglichen Verlustes zur Hand haben. Nur wenn Du Deine Stopp-Loss-Strategie ohne Ausnahme konsequent verfolgst, wirst Du an der Börse dauerhafte Gewinne erzielen und Geld mit Aktien verdienen. Du kennst sicherlich die Börsenweisheit: Verluste begrenzen, Gewinne laufen lassen!


Folgende Strategie hat sich bei mir erfolgreich bewährt ;)


Ich setze mir immer je nach Volatilität (Kursschwankung) eines Wertes einen "mentalen" Stopkurs, dieser liegt bei 10-15% unter dem Einstandskurs......“Mentaler” Stoppkurs bedeutet, dass ich den Stopp niemals ins System bei meinem Broker setze. Ich “merke” mir einfach den Stoppkurs!


Fällt die Aktie im Handelsverlauf unter den von mir festgelegten “mentalen” Stoppkurs,......verkaufe ich diese nicht!....... Die Erfahrung hat mir gezeigt, dass es gerade bei Nebenwerten zu starken Kursschwankungen kommen kann..... die Gefahr auf Grund solch kurzfristiger Kursschwankungen ausgestoppt zu werden ist für den Aktionär groß, der den Stoppkurs fest im System bei der Bank oder dem Broker verankert hat.....denn, sobald die Aktie den Stopp unterschreitet, verkauft das System die Position automatisch und ich stehe ohne Aktie dar..... Dies ist besonders schmerzhaft, wenn der Titel sich in den darauffolgenden Handelsstunden wieder deutlich erholt und eventuell sogar im weiteren Tagesverlauf noch ins Plus dreht.....;)



Sollte der Kurs allerdings zum Handelsschluss weiterhin unter meinem “mentalen” Stopp notieren, muss ich die Situation äußerst aufmerksam betrachten...... Folgendermaßen gehe ich vor: Steigt der Kurs im Laufe der ersten Handelsstunde des folgenden Tages nicht wieder über meinen Stoppkurs, verkaufe ich konsequent!....... In diesem Fall ist absolute Disziplin gefragt!.................... Es gibt keine Ausrede für mich,.......... diese Strategie nicht zu verfolgen... Ich überlege nicht............, Ich verkaufe!........ Ohne Wenn und Aber!......... Nur durch ein solches konsequentes Handeln ist eine effektive Verlustbegrenzung möglich!

Bei steigenden Kursen verfahre ich ebenfalls nach dieser Strategie und ziehe meinen “mentalen” Stoppkurs zur Gewinnabsicherung immer enger nach!


Viel Erfolg beim Traden und immer schön Verluste begrenzen und Gewinne laufen lassen! ;)




Schwarzer Börsentag belastet Indizes weltweit

Trotz guter Arbeitsmarktdaten notierten die Indizes auch zum Handelsschluss schwächer.....so hat sich die US-Beschäftigung im März 2012 erneut erhöht und stieg im Privatsektor gegenüber dem Vormonat um 209.000....auch die Zahl der Hypothekenanträge erhöhte sich um 4,8%....gegenüber den ermittelten -2,7% in der Vorwoche.

Die Fahrzeugverkäufe stiegen im März im Vergleich zum Vorjahr um 9,6% auf 14,32 Mio. Einheiten....so setzt sich der Erholungstrend bei den Fahrzeugverkäufen in den USA klar fort.

Nach Aussagen von Ben Bernanke, dass die FED erst dann weitere geldpolitische Lockerungen sehe, wenn das Wirtschaftswachstum in den USA nachlässt oder die Inflation in den USA dauerhaft unter 2% bleibt.....ging der Goldpreis in die Knie und der US Dollar in die Höhe.

Auch EZB Chef Draghi's Aussagen belasteten die Märkte....indem er mit weiteren Aufwärtsrisiken bei der Inflation und Abwärtsrisiken bei der konjukturellen Entwicklung in der Eurozone rechnet....er sieht aber keine Veränderung im Leitzins

Die Auktion spanischer Anleihen verlief weniger gut als erhofft...steigende Renditen und eine zurückbleibende Nachfrage schickten den DAX weiter auf Talfahrt.....


Am Freitag haben sich die europäischen Finanzminister in Kopenhagen auf eine Erhöhung des  Rettungsschirms auf 800 Mrd. € geeinigt....dabei werden die geleisteten Zahlungen an Griechenland, Irland und Portugal nicht abgezogen, sondern der ESM startet dann mit vollen 500 Mrd. € im Sommer.....
Aufgrund der sich angehäuften Schulden wirkt ein Fiskalpakt in einer Rezession kontraproduktiv...... und allmählich gehen der Geld- und Fiskalpolitik alle Mittel aus und der Handlungsspielraum der Politik wird immer geringer...... in Zukunft wird es nicht mehr möglich sein, die Zukunft zu gestallten. Es geht dann nur noch um Schuldenzwänge und dem eilen von einer Krisensitzung zur nächsten. Nun haben wir eine Atempause durch die Billion der EZB und die XXL-Rettungsschirme. Aber für wie lange?


Schlusskurse des gestrigen Handelstages:

Dax-30                            6784,06 Punkten
Euro Stoxx 50                 2398,00 Punkten
SMI                                 6175,00 Punkten   

DJ Industrial                  13084,00 Punkten
Nasdaq-100                      2744,50 Punkten
S&P 500                           1397,00 Punkten


EUR/USD  steht aktuell bei 1,3143 USD
EUR/CHF  steht aktuell bei 1,2033 CHF

Ölpreis (Brent)         122,63 USD
Ölpreis (WTI)          102,04 USD
Goldpreis               1618,75 USD je Feinunze
Silberpreis                  31,26 USD je Feinunze


APPLE                        624,31 USD




Hier noch ein interessantes Video zum Thema: Entstehung der Börsenkurse

Über "explainity" bin ich auf interessante Videos gestoßen, die die Börse für jedermann verständlich erklären....Hier zum Thema : Was sind eigentlich Aktien und wie bringt man ein Unternehmen an die Börse







Freitag, 23. März 2012

Dax unter 7000 Punkten nach schlechten Konjunkturdaten aus Europa und China

Negative Nachrichten über den Einkaufsmanagerindex aus China und Europa.....haben den Dax belastet und unter die Marke von 7000 Punkten gedrückt.....

Der Einkaufsmanagerindex auch kurz (EMI)  ist ein monatlich herausgegebener Indikator zur Konjunkturentwicklung eines jeweiligen Landes.

Wobei ein Indexwert.....

- über 50  eine verbesserte Einschätzung zur Geschäftslage... (Wachstumsschwelle)
  &
- unter 50 eine verschlechterte Einschätzung zur Geschäftslage signalisiert



Die Geschäftsaktivität hat sich......
- im Euroraum von 49,0 auf 47,7 Punkten                 
- in Frankreich von 50,2 auf 49,0 Punkten
- in Amerika    von 50,0 auf 47,6 Punkte abgeschwächt

Chinas Index erreichte mit 48,1 Punkten den tiefsten Stand seit 4 Monaten


Nur Deutschland verzeichnete ein gesamtwirtschaftliches Wachstum und lag mit 51,4 Punkten im Wachstumsbereich......
Nun, wie unschwer zu erkennen ist, ist die Schuldenkrise noch lange nicht gelöst und der Euroraum scheint wieder in einen Abschwung abzudriften....selbst 2 Dreijahres-Tender
konnten die Stimmung in der Wirtschaft nur kurzfristig aufhellen......schlechte Konjunkturdaten sind ein Anlass für geldpolitische Lockerungen, um der Wirtschaft zu einem Aufschwung zu verhelfen, doch werden noch mehr Billionen den Euroraum aus der Schuldenkrise befreien....? Welches Land wird nach der Staatspleite Griechenlands folgen....? Portugal, Spanien....
Es wird nicht mehr lange dauern, bis auch der letzte kapiert hat, dass die Schulden nie und nimmer mehr beglichen werden können.......uns sich die Billionen in Luft auflösen werden!
Welcome Währungsreform....


Schlusskurse vom gestrigen Handelstag:

Dax                                                6981,26 Punkte
Euro-Stoxx                                    2534,50 Punkte
SMI                                               6255,00 Punkte

DJ Industrial                                13076,00 Punkte
Nasdaq-100                                    2738,00 Punkte
S&P 500                                         1395,50 Punkte


EUR/USD steht aktuell bei       1,3197 USD
EUR/CHF steht aktuell bei       1,2056 CHF


Ölpreis (Brent)                    123,21 USD
Ölpreis (WTI)                     105,52 USD
Goldpreis                           1646,00 USD je Feinunze  
Silberpreis                              31,57 USD je Feinunze


APPLE                                 599,21 USD                    










                                            

Dienstag, 20. März 2012

Chartbild vom Dax nach heutigen Kursrückgang


Auch nach interessanten News von Ian Ashby (Leiter des australisch-britischen Rohstoffkonzerns BHP-Billiton) neben Vale und Rio Tinto eines der 3 größten Rohstoffunternehmen der Welt, verlor der Deutsche Aktienindex wertvolle Punkte.....

Nach seiner Meinung wird sich die Stahlerzeugung in diesem Jahr um 1-1,1 Mrd. Tonnen bewegen...nach nur 700 Mio. Tonnen in 2011 (das wäre ein Anstieg von 43 bis 57 %)

Das Wachstum der Stahlproduktion wird aber geringer ausfallen, als das reine Wachstum des
BIP's.

Auch wenn China schon mittlerweile 50% der weltweiten Stahlmenge produziert....allein mit der Nachfrage des bedingten Eisenerzbedarfs.....sehen die 3 großen Rohstoffunternehmen noch genug Wachstumspotenzial.

Negative Nachrichten gab es aus Russland und China, die die Wachstumsprognosen für den deutschen Automobilabsatz nach unten korrigierten.....und demnach auch zu Gewinnmitnahmen beim Deutschen Aktienindex führten.

Im unteren Chartbild erkennt man 2 Aufwärtstrends.....einmal im grünen Bereich
und einmal durch die 2 blauen Balken gekennzeichnet (Anstieg nach oben)

1. Unterstützungszone bei 7000 Punkten (rote Linie)

2. Unterstützungszone bei 6850 Punkten (blaue Linie)

falls es zu einem größeren Kursrückgang kommen sollte, wäre der Aufwärtstrend immer
noch intakt und aus charttechnischer Sicht besteht noch zu keinem Zeitpunkt ein Grund
bearish zu werden ;)



Wie weit wird die Börsenrallye noch gehen in 2012???

Die Weltbörsen notieren von Hoch zu Hoch....allein seit Jahresbeginn gilt die Moskauer Börse mit einem Kursplus von +25% als Outperformer ......DAX +21%.....Nikkei-Index +19%....

während wir in 2011 noch mit Abwärtstrends zu tun hatten und der DAX 14,7% verloren hatte, bekommen wir in 2012 die Hausselaune zu spüren....

Gründe dafür sind unter anderem......die guten Konjunkturdaten aus Amerika,....der erfolgreiche Schuldenschnitt in Griechenland und die Öffnung der Liquiditätsschleusen der Notenbanken....nicht zuletzt wurden dadurch Staatsbankrotte und Bankenpleiten vermieden...allein die EZB und die FED haben Forderungen im Wert von über 4 Billionen USD angehäuft.....die Frage die sich hier stellt ist: Wie schnell wird man dem Markt die Liquidität entziehen können, um eine Inflation zu vermeiden....bleibt es ohne Folgen? Sicher nicht.....

Die Notenbanken werden es schon richten.....sie kontrollieren das Spiel! ;)
Dort, wo Geld fehlt, drucken sie es nach....und damit nicht so viel Panik aufkommt, drückt man noch die Edelmetallpreise!!!!

Die Zukunft wird zeigen, wie lange das Billionen-Spiel noch gut geht...;)


Schlusskurse vom gestrigen Handelstag:

Dax-30                                 7154,22 Punkte
Euro Stoxx 50                      2608,50 Punkte
SMI                                      6335,00 Punkte

DJ Industrial                       13228,00 Punkte
Nasdaq-100                          2733,75 Punkte 
S&P 500                               1409,50 Punkte

EUR/USD steht aktuell bei       1,3232 USD
EUR/CHF steht aktuell bei       1,2067 CHF


Ölpreis (Brent)                  125,35 USD
Ölpreis (WTI)                   107,83 USD
Goldpreis                        1664,35 USD je Feinunze
Silberpreis                          32,94 USD je Feinunze


APPLE                              601,10 USD

Dienstag, 13. März 2012

News zum heutigen Handelstag


Ungarn wird für unsolide Haushaltspolitik bestraft, während Spanien für unsolide Haushaltspolitik belohnt wird.....Das nennt man Stabilitätspakt!!!

Während Ungarn 0,5 Mrd. Euro Fördergelder für 2013 gestrichen werden, wird in Spanien die Neuverschuldung auf 5,3% angehoben....wir erinnern uns, dass Defizit liegt dieses Jahr bei 5,8% des BIP's ....mit der EU waren 4,4% vereinbart!


Die heutige Entspannung über die Lage in Griechenland hat die Börsen weltweit auf neue Jahreshochs getrieben....der Dax geht heute mit über 6995,91 Punkten aus dem Handel und verzeichnet seit Anfang diesen Jahres ein Kursplus von 18%



Für gute Laune sorgten auch die guten Konjunkturdaten aus Europa und USA....so stieg der deutsche ZEW-Index der Konjunkturerwartungen im März auf 22,3 Punkte von 5,4 Punkten im Februar und steht damit auf dem höchsten Niveau seit 2010....so stiegen auch die Konjunkturerwartungen der gesamten EU Zone...

EU-Güter Hersteller               Plus  1,8%
Minen und Rohstoffwerte      Plus  2,6%
Bau Werte                              Plus  2,0%


Auch die US-Einzelhandelsumsätze für Februar fielen mit 1,1% besser aus....



Schlusskurse des heutigen Handelstages

Euro Stoxx 50       2572,00 Punkten
SMI                       6295,00 Punkten
DJ Industrial        13198,00 Punkten
NASDAQ-100       2700,25 Punkten
S&P 500                 1397,00 Punkten


EUR/USD aktuell bei 1,3081 USD
EUR/CHF aktuell bei 1,2082 CHF

Öl Preis (Brent)      126,35 USD je Barrel
Öl Preis (WTI)        106,75 USD je Barrel
Gold Preis             1673,85 USD je Feinunze
Silber Preis                33,43 USD je Feinunze

Richtige Aktienauswahl mithilfe des KBV's--Lehrkurs Teil 2

Das Kurs-Buchwert-Verhältnis, kurz KBV, einer Aktie gibt das Verhältnis des Kurses zum anteiligen Buchwert an.....Je niedriger das KBV einer Aktie ist, desto günstiger ist das betreffende Unternehmen bewertet.

Die Berechnung sieht wie folgt aus:

( Activa-Fremdkapital-immaterielles Anlagevermögen) / Zahl d. Aktien = Buchwert je Aktie nach Graham

daraus folgt: KBV= Aktienkurs / Buchwert je Aktie


Um nun die fehlenden Informationen für die Berechnung zu erhalten....gibt es eine interessante Website,......z.B. www.genios.de , die es ermöglicht Unternehmensbilanzen einzusehen und gegen eine kl. Gebühr zu kaufen.....keine Angst, diesen Aufwand kann man sich ersparen, denn viele Börsenzeitschriften wie z.B. Focus-Money.....stellen die Fundamentaldaten (KBV, KUV, KGV, etc...) in einer tabellarisch, geordneten Form dar! ;)

Zur Veranschaulichung....hier ein Beispiel:

Notiert eine Aktie mit einem Buchwert von 50 Euro je Titel bei einem tatsächlichen Aktienkurs von 150 Euro, so bedeutet dies ein KBV von 3,0...
Läge nun der der tatsächliche Aktienkurs bei 25 Euro, so wäre der Titel mit einem KBV von 0,5 sehr günstig bewertet!


Als Faustregel gilt:

Im Lehrkurs Teil 1 haben wir das KGV besprochen....zusammen mit einem niedrigen KBV und einem intakten Gewinntrend betrachtet, wird ein sehr starkes Signal für eine Unterbewertung generiert.


Ein weiteres wichtiges Kriterium ist z.B. auch ein erfahrenes Management. Wenn ein Management bereits in vorhergehenden Firmen sehr erfolgreich gearbeitet hat und vllt. schon mehrfach kl. Konzerne zu einem Global Player geformt hat, dann stehen die Chancen gut, das dies auch ein weiteres Mal gelingen wird. Ein erfahrenes Management verfügt in der Regel auch über viel "Vitamin B" (= hilfreiche Beziehungen) , was bei der Durchführung weiterer Vorhaben wie z.B. Übernahmen, Kapitalerhöhungen, etc....von Vorteil ist und vieles vereinfacht ;)


Weitere wichtige Fundamentaldaten, auf die ich in den nächsten Lehrunterweisungen eingehen möchte sind :


KCV- Kurs-Cashflow-Verhältnis
KUV- Kurs-Umsatz-Verhältnis
Eigenkapitalquote
Cashbestand
Nettoliquidität
Verschuldung












News vom heutigen Handelstag

Das US-Haushaltsdefizit beträgt im Februar 231,7 Mrd. US-Dollar.....und liegt damit 9,2 Mrd. US-Dollar über dem Niveau des Vorjahresmonats.
Im bisherigen Kalenderjahr liegt das Haushaltsdefizit bei 580,8 Mrd. US-Dollar, das sind 60 Mrd. weniger als im Vorjahr...

Die chinesische Handelsbilanz ist im Februar auf ein Soll von 31,5 Mrd. US-Dollar eingebrochen...das ist das größte Handelsdefizit seit mindestens 10 Jahren.....verantwortlich sei dafür der schwache Export.
Das zeigt, dass sich die Konjunktur, der 2 größten Volkswirtschaft der Welt abschwächen könnte....Chinas Zentralbank zieht weitere Lockerung der Geldpolitik in Betracht....

Die Inflationsrate in Weißrussland durchbricht die 100% Marke....die neue Banknote (200.000 Rubel) hat einen Gegenwert von 18,63€ ....auch die EZB und Brüssel bereiten in aller Heimlichkeit neue Euro-Scheine vor...aufgrund der zu erwartenden Inflation sind höhere Zahlen auf den Noten erforderlich...


Negative Nachrichten gibt es auch aus Spanien,...da Defizitvereinbarungen von 4,4% in diesem Jahr mit der EU nicht eingehalten werden können....das Defizit beträgt dieses Jahr 5,8% des BIP's...

Das 2. Hilfspaket von 130 Mrd. für Griechenland wird in dieser Woche endgültig freigegeben....vllt. wissen die Griechen diesmal besser mit dem Geld umzugehen....doch wenn ich das glauben würde, würde ich mit sicherheit enttäuscht werden...;)


Schlusskurse des heutigen Handelstages

Dax                       6901,35 Punkte
Euro Stoxx           2522,50  Punkte
SMI                      6200,00  Punkte
DJ Industrial      12966,00  Punkte
NASDAQ-100     2651,25  Punkte
S&P 500               1372,50  Punkte


EUR/USD steht aktuell bei 1,3156 USD
EUR/CHF steht aktuell bei 1,2056 CHF

Ölpreis (Brent)     125,46 USD
Ölpreis (WTI)      106,58 USD
Goldpreis            1701,41 USD je Feinunze
Silberpreis               33,66 USD je Feinunze 
 

Samstag, 10. März 2012

Griechenland vorerst gerettet ?!...od. doch ein Fass ohne Boden

Für die angestrebte Entlastung wurde die erforderliche Teilnehmerqoute von 90%  knapp verfehlt, denn nur 85,8% der privaten Gläubiger stimmten dem griechischen Anleihe-Tausch zu.....dennoch für die kurze Zeit ein ordentliches Ergebnis...;)


Nun wurden aber vom Branchenverband ISDA die Kreditausfallversicherungen ausgelöst.....(CDS/ Credit Default Swaps)  mit denen sich bestimmte Investoren  von griechischen Staatsanleihen abgesichert haben.....Warum?  Weil man trotz der hohen freiwilligen Beteiligungsqoute, möglichst alle Investoren, zu einem Forderungsverzicht zwingen möchte......daür hat sich Griechenland ordentlich vorbereitet und  noch ein Gesetz verabschiedet, dadurch ist es möglich alle Anleihen rückwirkend mit Zwangsklauseln auszustatten...(CAC/ Collective Action Clauses)


Noch ist aber unklar, welche folgen die ISDA Entscheidung nun tatsächlich hat, da niemand weiß, welcher Investor nun Kreditausfallversicherungen besitzt und welche weiteren Folgen eintreten können....Klar ist aber, dass Kreditausfallversicherungen während der letzten großen Finanzkrise eine entscheidende Rolle gespielt haben....man erinnere sich an die US-Investment Bank Lehman Brothers 2008, die sich mit CDS Titeln übernahm und so ein verherrenden Dominoeffekt auslöste...

Trotz alledem ist Griechenland ein Fass ohne Boden und weitere Hilfen bleiben nicht aus.....über ein 3. Hilfspaket wird spekuliert und über ein 2. Hilfspaket mit einem Volumen von 130 Mrd. kommende Woche entschieden....


Erfreuliche Zahlen gab es aus den USA,....... den 3. Monat in Folge entstehen mehr als 200.000 neue Stellen und somit entstanden seit August 1 Mio. neue Jobs....dies ist ein deutliches Zeichen, dass der Aufschwung an Breite gewinnt,.....zumindest in den USA ;)


Wir gehen also mit erfreulichen Kursen in das Wochenende.....;)
Dax geht mit     6880,21 Punkten
Euro Stoxx 50   2523,00 Punkten
SMI                   6190,00 Punkten
S&P 500           1370,75  Punkten


Goldpreis          1711,70  USD / Feinunze
Silberpreis             34,19 USD / Feinunze            


EUR/ USD aktuell bei 1,3123               

Mittwoch, 7. März 2012

Richtige Aktienauswahl mithilfe des KGV's--Lehrkurs Teil 1

Das KGV.....ausgeschrieben Kurs-Gewinn-Verhältnis sagt aus, mit dem wievielfachen Jahresgewinn das Unternehmen bewertet ist. Wenn zum Beispiel ein Unternehmen an der Börse mit 80 Millionen bewertet ist und jährlich konstant 20 Millionen Gewinn erzielt, dann ist das Unternehmen mit dem 4-fachen Jahresgewinn bewertet und hat somit ein KGV von 4.

Nehmen wir hier mal ein leicht verständliches Beispiel: Du bist Unternehmer und hast die Möglichkeit zwei verschiedene Unternehmen aus der gleichen Branche-hier nehmen wir in unserem Beispiel eine Metzgerei-zu kaufen. Beide Metzgereien kannst du für 100.000 Euro erwerben. Die Metzgerei A erwirtschaftet seit Jahren einen konstanten Nettogewinn von 10.000 Euro pro Jahr, die Metzgerei B sogar einen konstanten Nettogewinn von 20.000 pro Jahr. Beides sind nahezu identische Unternehmen. Welches Unternehmen würdest du nun hier kaufen? Ganz klar, die Entscheidung kann eigentlich nur auf das Unternehmen B fallen, weil diese Investition auf Dauer bei gleichen Kapitaleinsatz mehr Erträge bringt (da die Metzgerei B jedes Jahr 20.000 Euro Gewinn erwirtschaftet, während die Metzgerei A pro Jahr nur 10.000 Euro Gewinn erwirtschaftet).

Es kann aber durchaus auch vorkommen, dass ein Unternehmen gar ein KGV von 2 oder 3 besitzt und trotzdem nicht kaufenswert ist, indem zum Beispiel die Gewinne in den kommenden Jahren vorraussichtlich stark rückläufig sind oder das Unternehmen zu stark verschuldet ist. Man muss hierzu die gesamten Fundamentaldaten immer in einem Gesamtpaket betrachten, bevor man eine Investmententscheidung trifft...


Hierzu weitere Lehrunterweisungen ;)


Nach der jüngsten Börsenrallye nun eine Korrektur?

Zum erstenmal seit 2008 erreichte der Dow Jones die Marke von 13000 Punkten und dem Dax fehlten nur noch 300 Punkte, um das Vorkrisenniveau wieder  zu erreichen.......dann dass...Bäm!
Nach den heutigen Hiobsbotschaften aus Griechenland, dass mit einem Zwangsumtausch von griechischen Staatsanleihen gerechnet wird, da die Beteiligung freiwilliger Gläubiger am Schuldenschnitt nicht ausreicht........kam es zu einem Kurseinbruch der Indizes weltweit...
Der Dow Jones brach um 1,6% auf 12759 Zähler ein, der S&P fiel um 1,5% auf 1343 Punkte und der Dax fiel um 3,4% auf 6633, während sich der Euro auf 1,3116 USD vergünstigte

Nach Einschätzungen des Internationalen Bankenverbandes (IIF), kostet der Staatsbankrott Athen über 1 Billion....Große Unsicherheit löste auch das Wirtschaftswachstum des Euroraums aus, welches im 4. Quartal 2011 um 0,3% schrumpfte....auch die Konjunkturprognose aus China, wo nur noch ein Wachstum von 7,5% erwartet wird....ließ zu wünschen übrig.

Doch auch an den Rohstoffmärkten blieb der Einbruch nicht aus.....Gold verbilligte sich auf 1675,64 USD je Feinunze und der Silberpreis verbilligte sich auf 32,92 USD je Feinunze...

Mit dem 2. Dreijahrestender am 28. Februar der EZB von 530 Mrd. € zu einem Leitzins von 1%, wurde wieder eine Kreditklemme verhindert,....dennoch parkten Europas Banken so viel geld wie noch nie lieber bei der EZB.... zu unattraktiven Zinskonditionen, als es ihren Wettbewerbern zur Verfügung zu stellen......die Rede ist von 777 Mrd. € ;)

Die Situation bleibt weiterhin angespannt und die Euphorie scheint zu versiegen......